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Mach mal’nen Punkt! Alternativen zu Powerpoint

Powerpoint ist fast schon ein Synonym für foliengestützte Präsentationen. Ohne Powerpoint geht Nichts. Möchte man meinen. Doch neben der populären Anwendung aus der Microsoft Office Suite (auch Office Web Apps) gibt es eine Vielzahl alternativer Anwendungen und Webdienste um Präsentation zu unterstützen. Einige Alternativen wollen wir hier mal vorstellen.

Open Office Impress

Das Erste was einem in den Sinn kommt ist wohl Open Office und das darin enthaltene Impress. Die Büro-Suite stellt mittlerweile eine sehr attraktive Alternative zur bekannten Microsoft Office Lösung dar. Einige Vorzüge liegen klar auf der Hand:

  • Es ist eine Open Source Lösung
  • Es ist durch Java plattformunabhängig
  • Die Integration in die Office Suite sowie das Nutzen offener Standards macht das Bearbeiten verschiedener Datentypen extrem leicht

Der Workflow ist weitestgehend mit dem von Microsoft Powerpoint zu vergleichen. Zwar besticht die Microsoft Office 2007 bzw. 2010 Lösung mit den schickeren Effekten in der integrierten Bildbearbeitung, sowie den Smart-Art Funktionen für Diagramme und Relationen, jedoch erweist sich Impress von Open Office als weniger zickig was andere Formate angeht.

Unterschiede zwischen Powerpoint und Impress werden hier nochmal detailliert aufgelistet.

Think Free Show

Die besonders in Asien verbreitete Office Suite Think Free von Haansoft ThinkFree Co. Ltd basiert ebenfalls auf Java und ist somit, genau wie Open Office, plattformunabhängig.

Die Desktop-Variante ist konsequenterweise für Windows, Mac OS sowie Linux erhätlich. Zudem ist die Suite in einem Mobile Paket für Android-Smartphones erhältlich. Für iPhone Nutzer gibt es ebenfalls einen Service im iPhone App Store. Ergänzend dazu bietet ThinkFree ein Online Office in dem man Texte, Tabellenkalkulationen aber auch Präsentationen ohne eine Desktopanwendung bearbeiten und ablegen kann.

Keynote

Keynote-Screenshot

Keynote ist für das Apple-Universum im Grunde, was Powerpoint in der Windows-Welt ist: der defacto-Standard für Präsentationen. Neben einer deutlich anders angeordneten Oberfläche sammelt Keynote insbesondere im Bereiche Darstellung Pluspunkte. Von den überaus ansehnlichen Templates bis zu den teils spektakulären Übergangs- und Animationseffekte in 2D und 3D ist klar erkennbar, das hier das augenfreundliche Design im Softwarekonzept mitgedacht wurde, anders als es lange Zeit bei Powerpoint der Fall war. Mittlerweile ist der Abstand in der Tat nicht mehr ganz so groß. Keynote integriert sich aber nahtlos in die Riege anderer Apple-Produkt und ist insofern die erste Wahl für Apple-User.

Prezi

Während die ersten beiden Alternativen stark an Microsoft Powerpoint angelehnt waren, kommt mit Prezi eine ganz neue Art der Präsentation auf. Prezi, der Präsentationseditor mit Zoom-Effekt, ja richtig, Zoom-Effekt bietet mittlerweile zwar einen Desktopeditor an, ist im Grunde jedoch eine auf Flash basierende Online-Lösung, die es den Nutzern erlaubt auch kollaborativ an einer Präsentation mitzuwirken.

Google Docs Präsentation

Mit dem kostenlosen Online-Office des Datenkraken Google Docs („Google Text & Tabellen”) kann man ebenfalls tolle Präsentation erstellen und mit anderen teilen. Auch ein nettes Feature ist das Einbinden von Bildern per Drag-and-Drop. Was die grafischen Effekte angeht, sieht es jedoch eher mau aus. Ähnlich verhält es sich mit Folienübergängen, die gibt es nämlich gar nicht. Im Gegenzug dazu ist die Verwaltung der Dokumente im gesamten Online-Office, Dank der Ordnerstrukturen, sehr einfach und übersichtlich gehalten.

Empressr

Ein weiterer Webdienst mit einem typischen „Web 2.0“ Namen ist Empressr. Neben der Möglichkeit, Bild, Video oder Ton aufzunehmen bietet Empressr noch eine Menge anderer spannender Features wie zum Beispiel die Integration des Adobe Kuler Pickers. Zudem kann man bei Empressr auch auf die eigene Online-Bibliothek zurückgreifen, was eine Organisation auch über mehrer Präsentationen hinaus erleichtern könnte. Zwar kann man Medien über Flickr, Google, YouTube oder Yahoo einbinden, jedoch ist der Export in ein offline-fähiges Format nicht möglich, ebensowenig wie das gemeinsame Erstellen/Bearbeiten einer Präsentation.

Zoho Show

Zoho Show ist quasi Powerpoint oder Impress als Online-Version. Dieser Eindruck kommt nicht zuletzt dadurch, dass die Oberfläche stark an die etablierten Desktop-Tools erinnert. Ein interessantes Feature ist der „Fernmodus“ bei dem man die Präsentation auf einem entfernten Rechner abspielen kann, aber als Moderator selber die Kontrolle darüber behält.

SlideRocket

SlideRocket ist ebenfalls ein webbasierter Dienst, der es neben der Erstellung eigener Folien – gern auch kollaborativ – erlaubt Powerpoint oder auch Google Doc Präsentation einzubinden. Neben der gemeinsamen Erstellung und Bearbeitung von Folien kann man diese dann auch veröffentlichen und mit anderen Nutzern teilen.

Mind-Mapping

Eine weitere Alternative zu Powerpoint stellen so genannte Mindmaps dar, wenn es darum geht, eine Idee, ein Konzept oder aber auch ein wissenschaftliches Vorgehen zu skizzieren. Ohne hier auf die einzelnen Anwendungen einzugehen wollen wir dennoch Einige auflisten.

Natürlich sind die Tools nicht per se gut oder oder schlecht. Das ist auch gar nicht der Punkt. Es ist vielmehr eine Frage der Thematik sowie der subjektiven Vorliebe. Verschiedene Tools implizieren mitunter verschiedene Arbeitsabläufe und natürlich unterschiedliche Ergebnisse bzw. Wirkungsweisen. Grundsätzlich gilt -schlägt unser Freund Garr Reynolds vor – aber, dass man die Vorbereitung für eine Präsentation mit keinem dieser Tools ersetzen kann. Nicht geht über ein analoges Stift+Papier-Brainstorming, bei dem man sich über die Grundfragen klar wird, bevor man sich ans Design der Folien macht. Zur Warnung sei gesagt: Auch die beste Software macht noch keine gute Präsentation! Doch auf Vorbereitungsmaßnahmen kommen wir später noch genauer zu sprechen.

Besonders spannend sind die Möglichkeiten zur Kollaboration und auch zur Organisation der Präsentationen. Da sowohl SlideRocket als auch Prezi unheimlich mächtig sind, wollen wir beide Tools, aber auch das Mindmapping selbst in späteren Beiträgen genauer vorstellen und diskutieren. Schließlich soll das hier nur eine Übersicht möglicher Alternativen und kein informationeller Overkill sein. Darum haben wir es uns verkniffen in die Tiefe zu gehen. Das kann man ja auch ganz gut selber probieren. Also keine falsche Scheu, schreibt Eure Erfahrungen und Eindrücke in die Comments.


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